Was ist der BZA Tarif?

Der BZA und der angeschlossene Tarifvertrag war der Bundesverband Zeitarbeit Personaldienstleitungen e.V, der im Juli 2011 aufgelöst und mit dem Arbeitgeberverband mittelständischer Personaldienstleister (AMP) zusammengelegt wurde, um den heute gültigen Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) zu gründen. Alle Entgelttarife werden jetzt zwischen dem AMP und den unterzeichnenden Mitgliedsgewerkschaften des DGB geschlossen und sind seit März 2010 bis zur nächsten Aushandlung gültig.

Mantelkonditionen des BZA/DGB Tarifs

arbeitszeiten

Im BZA Tarifvertrag sind 35 Std in der Woche festgehalten.

Der Mantelvertrag des BZA/DGB Tarifs sieht eine regelmäßige persönliche Arbeitszeit von monatlich 151,67 Stunden vor und entspricht einer wöchentlichen Arbeitszeit von 35 Stunden. Je nach entliehenem Betrieb kann diese Arbeitszeit aber nach oben und unten angepasst werden. Beginn und Ende der Arbeitszeit sowie die Pausenzeiten sind nicht im Mantelvertrag geregelt, sondern richten sich nach den Vorgaben des Kundenbetriebs. Jegliche Überstunden, die beispielsweise aus einer abweichenden Arbeitszeit resultieren, werden in einem Plusstundenkonto gesammelt und können wie normale Urlaubstage abgefeiert werden. Die maximal festgesetzte Höhe des Plusstundenkontos beträgt 150 Stunden (in Ausnahmefällen 200) nach dessen Überschreitung der Arbeitnehmer nicht mehr verpflichtet ist, weitere Überstunden zu leisten. Entliehene Mitarbeiter unterliegen immer dem Direktionsrecht des Kundenbetriebs und nicht dem im Vertrag angegebenen Vertragspartner, sofern dieser den Konditionen des Kunden zugestimmt hat.

Weitere Regelungen des Mantelvertrages

vertrag

Der befristete Vertrag hat eine maximale Laufzeit von 2 Jahren und kann bis zu vier Mal verlängert werden.

Der Vertrag gilt dann als zustande gekommen, wenn der Arbeitnehmer nach der Unterzeichnung pünktlich zum ersten Arbeitstag erscheint oder diesem entschuldigt fernbleibt. Ein unentschuldigtes Nichterscheinen führt zur sofortigen Auflösung des Arbeitsverhältnisses. Die maximale Zeit für befristete Verträge liegt bei zwei Jahren und kann bis zu vier Mal verlängert werden, wobei nach Ablauf der letzten Frist dem Arbeitnehmer entweder ein unbefristeter Vertrag angeboten werden muss oder automatisch eine Sperrzeit in Kraft tritt, die eine weiteres befristetes Vertragsverhältnis für sechs Monate ausschließt. Die Probezeit beträgt sechs Monate, in denen beide Parteien das Arbeitsverhältnis ohne Angabe von Gründen mit einer einwöchigen Frist beenden können. Nach Ablauf der Probezeit hat jeder Arbeitnehmer Anspruch auf das volle Maß der im Tarifvertrag festgelegten Urlaubstage. Diese sind nach Dauer der Betriebszugehörigkeit gestaffelt und liegen zwischen 24 Tagen bei einem Jahr Zugehörigkeit und 30 Tagen ab dem fünften Jahr Betriebszugehörigkeit. Gesetzlich geregelte Feiertage werden nicht als Urlaubstage angerechnet.

Sollte ein Arbeitnehmer wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht in der Lage sein, die Urlaubstage abzufeiern, müssen diese voll abgegolten werden. Im Falle von Krankheit muss dem Arbeitgeber durch eine “Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung” glaubhaft gemacht werden, dass es sich um eine der Arbeit hinderliche Krankheit handelt. Außerdem muss das Fernbleiben vom Arbeitsplatz unverzüglich, spätestens 3 Tage nach Antritt, mitgeteilt werden und eventuelle Verlängerungen ebenfalls zeitnah angekündigt werden. Der Wiedereintritt in das Arbeitsleben sollte spätestens einen Tag im Voraus gemeldet werden, damit der Arbeitgeber entsprechend planen kann. In seltenen Fällen kann dem Arbeitgeber ein sogenannter “Karenztag” gewährt werden, der ihn entgeltlich von der Arbeit freistellt. Diese Fälle können der Tod von Familienangehörigen, gerichtliche Ladungen, die eigene Heirat oder ein Umzug aus dienstlicher Veranlassung sein.

Gehaltstabelle/Entgelte

Die Entgelte für den Kalendermonat werden, sollte nichts anderes vereinbart werden, spätestens am 15. des nachfolgenden Kalendermonats ausbezahlt und werden in der Regel unbar an ein deutsches Bankkonto überwiesen. Es setzt sich zusammen aus den im Vertrag vereinbarten Lohngruppenentgelten, möglichen Zuschlägen für Nacht- oder Feiertagsarbeit sowie möglicher Zusatzzahlungen, wie Weihnachts- und Urlaubsgeld, die voll auf den Lohn angerechnet werden und kein “13. Gehalt” darstellen. Die jeweiligen Bruttostundenentgelte können der nachfolgenden BZA Tarif Tabelle entnommen werden.

BZA Tarif Tabelle im Westen

  • Lohngruppe 1 Stundensatz 8,19 Aufschlag 1,5% 8,31 Aufschlag 3% 8,44
  • Lohngruppe 2 Stundensatz 8,74 Aufschlag 1,5% 8,88 Aufschlag 3% 9,01
  • Lohngruppe 3 Stundensatz 10,22 Aufschlag 1,5% 10,37 Aufschlag 3% 10,52
  • Lohngruppe 4 Stundensatz 10,81 Aufschlag 1,5% 10,97 Aufschlag 3% 11,13
  • Lohngruppe 5 Stundensatz 12,21 Aufschlag 1,5% 12,40 Aufschlag 3% 12,58
  • Lohngruppe 6 Stundensatz 13,73 Aufschlag 1,5% 13,93 Aufschlag 3% 14,14
  • Lohngruppe 7 Stundensatz 16,03 Aufschlag 1,5% 16,27 Aufschlag 3% 16,51
  • Lohngruppe 8 Stundensatz 17,24 Aufschlag 1,5% 17,50 Aufschlag 3% 17,76
  • Lohngruppe 9 Stundensatz 18,20 Aufschlag 1,5% 18,48 Aufschlag 3% 18,75

BZA Tarif Tabelle im Osten

  • Lohngruppe 1 Stundensatz 7,50 Aufschlag 1,5% 7,61 Aufschlag 3% 7,73
  • Lohngruppe 2 Stundensatz 7,64 Aufschlag 1,5% 7,76 Aufschlag 3% 7,87
  • Lohngruppe 3 Stundensatz 8,93 Aufschlag 1,5% 9,07 Aufschlag 3% 9,20
  • Lohngruppe 4 Stundensatz 9,45 Aufschlag 1,5% 9,59 Aufschlag 3% 9,73
  • Lohngruppe 5 Stundensatz 10,68 Aufschlag 1,5% 10,84 Aufschlag 3% 11,00
  • Lohngruppe 6 Stundensatz 12,00 Aufschlag 1,5% 12,18 Aufschlag 3% 12,36
  • Lohngruppe 7 Stundensatz 14,01 Aufschlag 1,5% 14,22 Aufschlag 3% 14,43
  • Lohngruppe 8 Stundensatz 15,07 Aufschlag 1,5% 15,29 Aufschlag 3% 15,52
  • Lohngruppe 9 Stundensatz 15,91 Aufschlag 1,5% 16,15 Aufschlag 3% 16,39